Gesundheitsministerin Diana Stolz überreicht Urkunden an neue Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in Marburg

Feierstunde am Bildungszentrum des DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) in Marburg: Ende August feierten die frischgebackenen Notfallsanitäterinnen und -sanitäter das erfolgreiche Ende ihrer Ausbildung. Die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz nahm an der Veranstaltung teil und überreichte dabei persönlich die Berufsurkunden.

Bisher mussten frisch geprüfte Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter nach der Abschlussprüfung auf ihre offizielle Berufsurkunde warten und damit auch auf die Zulassung für die Arbeit als Notfallsanitäter im Einsatzdienst. Das hat sich seit Anfang 2026 geändert: Auf Initiative von Ministerin Stolz haben das Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG), das Hessisches Landesamt für Gesundheit und Pflege sowie die hessischen Rettungsdienstschulen das Verfahren gemeinsam überarbeitet. Durch Anpassungen in den digitalen Bearbeitungsprozessen beim Landesamt, Änderungen im Ausbildungs-Curriculum der hessischen Rettungsdienstschulen sowie weitere gezielte Entbürokratisierungsschritte konnte die schnellere Urkundenausstellung in Hessen als Standard etabliert werden. 

„Herzlichen Glückwunsch an unsere neuen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Sie haben in den vergangenen Jahren viel gelernt, Verantwortung übernommen und sich auf einen Beruf vorbereitet, in dem es im entscheidenden Moment auf jeden Einzelnen ankommt. Sie sind die ersten am Einsatzort und da, wenn Menschen schnelle Hilfe brauchen. Sie treffen unter hohem Zeitdruck wichtige Entscheidungen in Situationen, die für Betroffene und ihre Angehörigen oft mit großer Angst und Unsicherheit verbunden sind.  Für diesen wichtigen Dienst am Menschen danke ich Ihnen von Herzen und wünsche Ihnen für Ihren Start im Einsatzdienst viel Erfolg, Kraft und vor allem immer eine sichere Rückkehr. Bewahren Sie sich Ihre Begeisterung für diesen besonderen Beruf und seien Sie sich immer bewusst, wie wichtig Ihre Arbeit für die Menschen in unserem Land ist“, so Diana Stolz.

Jens Dapper, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, zeigte sich erfreut: „Wer drei Jahre lang für diesen Beruf ausgebildet wurde, sollte nicht warten müssen, bevor er offiziell loslegen kann. Dass wir diesen Übergang heute so gestalten konnten, ist das Ergebnis einer wirklich konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Ministerium, Landesamt und den Ausbildungsträgern – dafür bin ich ausgesprochen dankbar. Und es hat mich besonders gefreut, dass Frau Ministerin Stolz bei der Abschlussfeier selbst erleben konnte, was ihre Initiative bewirkt hat."

Für die Absolventinnen und Absolventen war die Neuregelung mehr als eine bürokratische Vereinfachung. Die Urkunde direkt bei der Feier in den Händen zu halten, gab dem Abschluss ein anderes Gewicht. André Gerke, Schulleiter des RDMH-Bildungszentrums, fasste die Bedeutung so zusammen: „Drei Jahre Ausbildung enden jetzt nicht mehr mit einem Formular, das irgendwann per Post kommt, sondern mit einer Urkunde, die wir unseren Absolventinnen und Absolventen persönlich in die Hand geben können. Das verändert den Charakter dieses Tages grundlegend."

Der beschleunigte Übergang ist ein wichtiges Signal in mehrere Richtungen: Wertschätzung für die neuen Fachkräfte und ein Gewinn für die Patientinnen und Patienten in der Region, die im Notfall auf sie angewiesen sind.
 

Abschlusskurs NFS 23-2 mit Diana Stolz (Hess. Gesundheitsministerin) und Frau Dr. Wessels (HLfGP).

v.l.n.r.: Frau Dr. Wessels (HLfGP), Jens Dapper Geschäftsführer RDMH), Diana Stolz (Hess. Gesundheitsministerin), Julian Wiggelinghoff (RDMH9, Stephan Grosch (RDMH).

Persönliche Dankesurkunde: Mit dieser individuellen Geste bedankten sie die Absolventinnen und Absolventen für das Engagement und die Unterstützung zugunsten der Notfallsanitäterausbildung in Hessen.

Kursleiter Rainer Seibel.

Abschlusskurs mit Praxisanleitenden und Dozenten.