Erfolgreicher Abschluss der Notfallsanitäterausbildung

Insgesamt 18 Auszubildende des DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH), des DRK Frankenberg und der Johanniter-Unfall-Hilfe haben nach dreijähriger Ausbildung im August die Prüfung zum Notfallsanitäter abgelegt. Ein großer Teil von ihnen bleibt in der mittelhessischen Region und wird im Einsatzdienst weiter beschäftigt.

Der schulische Teil der Ausbildung fand in Marburg am Bildungszentrum des DRK Rettungsdienst Mittelhessen statt. Partner für die Klinikpraktika war das Uniklinikum Marburg. Die rettungsdienstlichen Anteile auf den Lehrrettungswachen absolvierten die Azubis bei ihren Rettungsdiensten. Der erfolgreiche Verlauf der Ausbildung wurde mit rund 120 Gästen im Marburger TTZ gefeiert. Die Verantwortlichen und die Prüflinge sind mit dem Verlauf der Abschlussprüfungen sehr zufrieden – lediglich einzelne Prüfungsabschnitte müssen von wenigen Auszubildenden wiederholt werden.

Beim RDMH  haben in diesem Jahr insgesamt 19 Auszubildende die Abschlussprüfungen zum Notfallsanitäter abgelegt. Dabei wurden nicht alle im eigenen Bildungszentrum ausgebildet.  Zwölf von ihnen waren Teilnehmende des dortigen Kurses. Fünf Azubis aus dem Vogelsbergkreis wurden in der DRK Rettungsdienstschule Gelnhausen (RDSG) beschult, absolvierten ihre Klinikspraktika in Alsfeld oder Lauterbach und ihre Rettungswachenpraktika im Vogelsberg. Bei der Tochtergesellschaft im Lahn-Dill-Kreis, dem Rettungsdienst Eschenburg (RDE), besuchten die beiden Azubis das Malteser Bildungszentrum HRS in Wetzlar und absolvierten auch ihre anderen Ausbildungsabschnitte im Lahn-Dill-Kreis.

Durch die im letzten Jahr hinzugekommenen neuen Gesellschaften  kamen somit auch Kooperationen mit anderen Rettungsdienst-Schulen und Krankenhäusern hinzu. „Diese regionalen Strukturen werden wir überall da, wo es sinnvoll ist, auch weiterhin nutzen“, bekräftigte Geschäftsführer Markus Müller bei der Abschlussfeier. „Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass dabei  alle gleich gut ausgebildet werden und mit gutem Fachwissen und viel Sicherheit in ihren Beruf starten können.“ Um dies zu gewährleisten, wurde die Ausbildungsleitung um Ansprechpartner im Vogelsberg und im Lahn-Dill-Kreis erweitert, um den betrieblichen Teil der Ausbildung einheitlich zu gestalten.

Als weiterer Baustein hat das  Simulationszentrum Mittelhessen ein neues Kursangebot entwickelt. „NFS SiM 25“ richtet sich vor allem an Azubis, die ihre praktischen Ausbildungsteile in Bereichen absolvieren, in denen es nicht das notwendige, breite Einsatzspektrum gibt. Mit 25 simulierten Einsätzen wird die notwendige Praxiserfahrung vermittelt, und die Lücken werden geschlossen.
Nach dem Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes zum 1. Januar 2014 hatte im Sommer des gleichen Jahres die erste Ausbildung beim RDMH  begonnen. Der erste Durchlauf der neuen, dreijährigen Ausbildung war eine große Herausforderung für alle Beteiligten gewesen – nun folgte der zweite. Dazu resümierte Müller: „Vieles was beim ersten Durchlauf Pionierarbeit war, ist jetzt schon Routine geworden!“ Dies und das positive Ergebnis der Prüfung wurden im TTZ gebührend gefeiert. Dafür, dass auch der Spaß nicht zu kurz kam, sorgten die Azubis im zweiten Lehrjahr, die zwei kurze Aufführungen präsentierten. Außerdem wurde ein Film zur Ausbildungsabschlussübung und eine Diashow zur Ausbildungszeit gezeigt.

Marco-Schulte-Lünzum, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Christian Peter, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Frankenberg.

Markus Müller, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Mittelhessen.

Im Marburger TTZ wurde der Ausbildungsabschluss gemeinsam gefeiert.