Große Abschlussübung für 19 angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter

Am Mittwoch, dem 25. April führten das Bildungszentrum des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen, der DRK Kreisverband Frankenberg und der Johanniter Regionalverband Mittelhessen gemeinsam eine Ausbildungsabschlussübung für 19 angehende Notfallsanitäterinnen und -sanitäter durch. Ziel des Übungstages war es, Einsatzerfahrung für größere Schadensereignisse zu sammeln. Durch die große Zahl von Betroffenen und Hilfskräften machen solche Einsätze komplexe Arbeitsabläufe erforderlich. Dies wurde in geschütztem Rahmen trainiert und abschließend ausgewertet. Die Auszubildenden der drei beteiligten Rettungsdienste schließen im Sommer die dreijährige Notfallsanitäterausbildung ab.

 

Im ersten Szenario – dargestellt in einem Neubau des DRK Frankenberg – mussten die angehenden Notfallsanitäter die Betroffenen eines missglückten Unterrichtsversuchs im Fach Chemie versorgen. Im Anschluss daran wurde auf der Wehrweide in Frankenberg das zweite Szenario durchgespielt. Eine Frau war mit ihrem PKW in eine Menschengruppe gefahren; hier galt es, die Unfallopfer zu versorgen.

Für die Auszubildenden stellten beide Szenarien eine große Herausforderung dar. Zwar hatten sie in den Rettungswachenpraktika ihrer Ausbildung bereits Erfahrungen im Einsatzdienst gesammelt, dabei jedoch selten oder kaum Einsätze mit vielen Betroffenen erlebt. Glücklicherweise sind große Schadensereignisse sind selten – daher hatte dieser Übungstag eine besondere Bedeutung für das Sammeln von Praxiserfahrung in diesem Bereich. Dadurch und durch den hohen Stressfaktor, den die Szenarien mit sich brachten, waren die Teilnehmenden sehr gefordert.

Im Anschluss an jeden Übungsdurchlauf fand eine Auswertung statt. Den Verlauf hatten mehrere Dokumentatoren protokolliert. Zusammen mit der Übungsleitung gaben sie den Beteiligten detaillierte Rückmeldungen und Hinweise.

Fazit des Tages: Dem Rettungsdienst-Nachwuchs wurde ein sehr aufregender Trainingstag geboten, der ihnen viel zusätzliche Praxiserfahrung bescherte und somit zu einer umfassenden Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen beitrug.

Überblick: Beteiligte und Fahrzeuge

  • 19 Notfallsanitäter in Ausbildung mit sechs Rettungswagen
  • 1 Notarzt-Einsatzfahrzeug mit Team
  • 1 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst des DRK Frankenberg
  • Patientendarsteller aus der Gruppe „Maris“ des Uniklinikums Marburg und des DRK Frankenberg
  • Je 2 Praxisanleiter des DRK Frankenberg, des DRK Rettungsdienst Mittelhessen und des JUH Regionalverbandes Mittelhessen
  • Mehrere Lehrkräfte aus dem Bildungszentrum des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen in Marburg begleiteten die Übung als Dokumentatoren.
  • Carsten Hauser aus dem DRK Bildungszentrum leitete die Übung und hatte sie im Vorfeld organisiert.

Für eine realitätsgetreue Kommunikation und Alarmierung stellte die Zentrale Leitstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg einen Übungskanal zur Verfügung.

Für die Verpflegung der Teilnehmenden sorgte der DRK Kreisverband Frankenberg.

 

Versorgung einer Patientin im Treppenhaus (Chemieunfall Schule)

Versorgung einer Patientin im Treppenhaus (Chemieunfall Schule)

Mehrere Betroffene mussten beim Verkehrsunfall versorgt werden.

Mehrere Betroffene mussten beim Verkehrsunfall versorgt werden.

Mit Hilfe einer Simulationspuppe wurde eine Patienversorgung mit Luftröhrenschnitt dargestellt (Chemieunfall Schule)

Mit Hilfe einer Simulationspuppe wurde eine Patienversorgung mit Luftröhrenschnitt dargestellt (Chemieunfall Schule)

Betroffener beim Verkehrsunfall - dargestellt von einem geschulten Patientendarsteller

Betroffener beim Verkehrsunfall - dargestellt von einem geschulten Patientendarsteller